Der WSF zielt darauf ab, Unternehmen der Realwirtschaft zu stabilisieren und negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt abzuwenden. Er richtete sich grundsätzlich an Wirtschaftsunternehmen, die in den letzten beiden bereits bilanziell abgeschlossenen Geschäftsjahren vor dem 1. Januar 2020  zwei der drei folgenden Kriterien erfüllten:

  • Bilanzsumme von mehr als 43 Mio. €,
  • mehr als 50 Mio. € Umsatzerlöse sowie
  • mehr als 249 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt.

Anträge konnten bis April 2022 beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gestellt werden. Die Entscheidung über vorzunehmende Stabilisierungsmaßnahmen traf das Bundesministerium der Finanzen im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf Antrag des Unternehmens nach pflichtgemäßem Ermessen unter Berücksichtigung

  • der Bedeutung des Unternehmens für die Wirtschaft Deutschlands,
  • der Dringlichkeit,
  • der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und den Wettbewerb und
  • des Grundsatzes des möglichst sparsamen und wirtschaftlichen Einsatzes der Mittel des Wirtschaftsstabilisierungsfonds.

Die rechtliche Strukturierung und vertragliche Umsetzung von bewilligten Stabilisierungsmaßnahmen erfolgte durch die Finanzagentur. Sie wurde auch mit der Verwaltung des WSF betraut und übernimmt u.a. das Monitoring der gewährten Maßnahmen. Darüber hinaus unterstütze sie das Bundesministerium der Finanzen mit Beratungsleistungen zur Strukturierung und Durchführung von Stabilisierungsmaßnahmen.

Es wurde zudem ein interministerieller Ausschuss etabliert, dem das Bundesministerium der Finanzen vorsitzt und dem unter anderem die Finanzagentur als beratendes Mitglied angehört. Dieser WSF-Ausschuss entscheidet einvernehmlich über Grundsatzfragen sowie Angelegenheiten von besonderer Bedeutung und trifft Entscheidungen über wesentliche Maßnahmen und Auflagen.