Anlageziele

Was auch immer Sie im Detail planen. Grundsätzlich basieren alle Anlageziele auf zwei übergeordneten Strategien: dem Vermögensaufbau oder der Anlage eines vorhandenen Geldbetrages. Bei beiden können Bundeswertpapiere eine entscheidende Rolle spielen.

Dank ihres vielseitigen Nutzens bieten sich Bundeswertpapiere – neben anderen Anlageformen – als wichtiges Kerninvestment für nahezu jeden Anleger an. Ihre Stärken liegen in ihrer Sicherheit, guten Handelbarkeit, kalkulierbaren Ertragschancen und ihrem Krisen- und Inflationsschutz.

Nutzen Merkmal Bundeswertpapier
Sicherheit Dank der hervorragenden Bonität der Bundesrepublik Deutschland sind die Rückzahlung und Zinszahlungen äußerst sicher.
  • alle Bundeswertpapiere
Liquidität Bundeswertpapiere zählen zu den umsatzstärksten und damit am besten handelbaren Staatsanleihen weltweit.
  • Bundesschatzanweisungen
  • Bundesobligationen
  • Bundesanleihen
  • Inflationsindexierte Bundesobligationen
  • Inflationsindexierte Bundesanleihen
kalkulierbares, laufendes Einkommen Dank regelmäßiger Zinszahlungen in fixer Höhe lässt sich der Ertrag einer Geldanlage schon zum Erwerbszeitpunkt (bei Halten bis zur Fälligkeit) exakt kalkulieren.
  • Bundesschatzanweisungen
  • Bundesobligationen
  • Bundesanleihen
Krisenschutz Im Falle internationaler Finanz- oder Wirtschaftskrisen sowie hoher Unsicherheiten sind Bundeswertpapiere als 'sicherer Hafen' gefragt – ihre Kurse steigen.
  • alle Bundeswertpapiere
Inflationsschutz Aufgrund ihrer Kopplung an einen Verbraucherpreisindex erhöhen sich bei Preissteigerungen auch die (nominalen) Tilgungs- und Zinszahlungen.
  • Inflationsindexierte Bundesobligationen
  • Inflationsindexierte Bundesanleihen

Vermögensaufbau

Beim Vermögensaufbau dienen Bundeswertpapiere neben ertrags- und risikoreicheren Anlageformen als Krisenschutz und stabilisierendes Element im Depot. Der Anteil der Zinsanlagen sollte mit herannahendem Zeitpunkt des Geldbedarfs steigen und innerhalb der Zinsanlagen die Laufzeiten der Papiere kürzer werden, um Kursrisiken zu vermeiden.

Ausgangssituation:
Sie verfügen derzeit noch über kein oder nur ein sehr geringes Vermögen.

Zu einem späteren Zeitpunkt möchten Sie aber eine kleine (bspw. Möbel) oder größere Anschaffung (Auto) bzw. Investition (Ausbildung, Hausbau) tätigen oder von ihrem Vermögen einen Teil der täglichen Lebensführung bestreiten (Miete, Lebensmittel).

Idee:
Um die regelmäßige Geldanlage hierfür möglichst sicher und zugleich möglichst ertragreich zu gestalten, bietet sich das Zusammenstellen eines ausgewogenen Bestandes aus Zinsanlagen, Aktien, Immobilien, Rohstoffen usw. an. Das regelmäßige Besparen eines solchen "Mischportfolios" ist nach heutigem Wissensstand der effektivste und gleichzeitig auch effizienteste Weg, langfristig ein ansehnliches Vermögen aufzubauen und gleichzeitig die Risiken im Griff zu behalten.

Neben besonders ertrag- und damit risikoreicheren Anlagen im Aktien- und Rohstoffbereich für das Vermögenswachstum, spielen wertstabile Geldanlagen im Zinsbereich eine wichtige Rolle. Bundeswertpapiere werden damit zu einem Kernbestandteil des "Mischportfolios".

Beispiel: Angestellter, 28 Jahre
…möchte über Jahre und Jahrzehnte jedes Jahr 4.000  € seines Gehalts für die Altersvorsorge anlegen. Ein Viertel hiervon investiert er in Bundeswertpapiere. 

Für die langfristig ausgerichtete jährliche Geldanlage eignen sich z.B. Bundesanleihen und Bundesobligationen. Während er in den ersten Jahren noch zehnjährige Bundesanleihen kauft, erwirbt er ab etwa 10 Jahren vor seinem geplanten Ruhestand Bundesobligationen und zwei Jahre vor Rentenbeginn Bundesschatzanweisungen. So muss er sich einerseits nicht weiter um die zwischenzeitliche Zinsentwicklung am Rentenmarkt und damit die Kursentwicklung seiner Papiere kümmern (da diese am Laufzeitende stets zu 100 % zurückgezahlt werden). Andererseits nutzt er auf Grundlage des begrenzten Kursrisikos zugleich die in der Regel höhere Verzinsung länger laufender Papiere bestmöglich aus.

Mit den Rückzahlungsbeträgen der zwischenzeitlich auslaufenden Anleihen sowie den jährlichen Zinszahlungen aller Papiere steht ihm stets ein gewisser Geldbetrag für unvorhergesehene kleinere 'Notfälle' zur Verfügung. Sofern er keinen dringenden Geldbedarf hat, sollte er diese Auszahlungen im Sinne eines nachhaltigen disziplinierten Vermögensaufbaus immer wieder neu mit anlegen.

Vermögensanlage

Mehr noch als beim Vermögensaufbau kommen die Stärken der Bundeswertpapiere bei der Vermögensanlage zum Tragen. Hier kommt es im Gegensatz zum Vermögensaufbau weniger auf die Vermögensmehrung, sondern vor allem auf den sicheren Kapitalerhalt und damit Sicherheit und Wertbeständigkeit sowie ggf. auf ein regelmäßiges Einkommen aus dem Vermögen an.

Ausgangssituation:
Sie verfügen bereits über ein größeres Vermögen und möchten es möglichst wertstabil und sicher anlegen, damit Sie es ab einem gewissen Zeitpunkt komplett oder teilweise selbst für Ihre Lebensführung aufbrauchen oder in voller Höhe und mit großer Gewissheit auf Ihre Kinder übertragen können.

Idee:
Genau wie beim Vermögensaufbau sollte ein bereits vorhandenes großes Vermögen ausgewogenen über mehrere Anlageformen gestreut werden. Bei der Vermögensanlage können jedoch risikoreiche und risikoarme Anlageformen prinzipiell in einem anderen Verhältnis zueinander stehen: Denn hier geht es vor allem darum, den Kapitalbestand zu sichern und über Jahrzehnte zu erhalten.

Dabei kommt vergleichsweise sicheren Zinspapieren – und damit insbesondere auch Bundeswertpapieren – bei der Vermögensanlage grundsätzlich eine größere Bedeutung zu als beim Vermögensaufbau. Die mehr auf Sicherheit bedachte und damit schwankungsärmere Anlage des Vermögens führt im langfristigen Mittel natürlich auch zu geringeren Erträgen. Deshalb sollten Sie sich beim Investieren großer Kapitalbeträge auch mit den Kosten der verschiedenen Anlageformen beschäftigen (Kaufgebühren, Depotgebühren, etc.).

Beispiel: Angehende Ruheständlerin, 61 Jahre
…möchte ihr lebenslang angespartes Vermögen vor allem sicher angelegt wissen. Gleichzeitig soll das Geld jedoch nicht allzu lange gebunden werden, um im Bedarfsfall auf einen Teil des angelegten Kapitals relativ zeitnah zugreifen zu können.

Mit einer Mischung aus Bundesobligationen und Bundesschatzanweisungen ist ihr Geld stets sicher angelegt und wird marktgerecht verzinst. Im Gegensatz zu Anlegern mit langfristigen Sparzielen sollte die Rentnerin einen weit größeren Teil ihres Vermögens mit der regelmäßigen (Wieder-)Anlage in zweijährige Bundesschatzanweisungen immer kurzfristig verfügbar halten. Im Falle eines unvorhergesehen auftretenden Finanzbedarfs, kann sie diese verkaufen, ohne dabei ein größeres Risiko von etwaigen Kursverlusten einzugehen. Den anderen Teil ihres Vermögens könnte sie in die fünf Jahre laufenden Bundesobligationen anlegen, um im Vergleich zur reinen Kurzfristanlage eine attraktivere Verzinsung zu erzielen. Insgesamt erhält sie aus allen Bundeswertpapieren regelmäßige Zinserträge, von denen sie laufende kleinere Ausgaben bestreiten kann.